Dumortierit — Der „Take-it-easy"-Stein: Gelassenheit, Zuversicht und innere Leichtigkeit
Er hat keinen antiken Mythos, keine mittelalterliche Überlieferung und keinen Platz in den Schriften der Hildegard von Bingen. Im Jahre 1881 benannte der französische Geologe Ferdinand Gonnard das basische Aluminium-Borsilikat nach dem französischen Paläontologen Eugène Dumortier, der als Entdecker gilt — als Typlokalität gilt die Gemeinde Chaponost im Département Rhône; in der historischen Steinheilkunde gibt es kaum Überlieferungen zu seiner Wirkung, da das Mineral erst relativ spät entdeckt wurde. Forscher vermuten allerdings, dass Dumortierit in Afrika eine längere Tradition aufweist — die Bewohner dort kannten das Mineral seit vielen Hundert Jahren; sie fanden den Stein in der Nähe von Flüssen und glaubten, er sei aus versteinertem Wasser entstanden.
Was die moderne Steinheilkunde über ihn sagt, ist dafür umso klarer und in seiner Prägnanz fast verblüffend: Schnell hatte der meist blaue Heilstein seinen heute noch gebräuchlichen Beinamen: Als „Take-it-easy"-Stein soll er Zuversicht, Mut und ein leicht beschwingtes Lebensgefühl vermitteln. Er wird als Managerstein oder „Take-it-easy"-Stein bezeichnet — sein Motto steht für Zuversicht, Gelassenheit und Loslassen. Das ist kein Marketing-Etikett, das draufgeklebt wurde: Es beschreibt eine Wirkungssignatur, über die sich alle Quellen mit bemerkenswerter Einmütigkeit einig sind.
Gelassenheit und innere Leichtigkeit — die Kernwirkung
Dumortierit gilt in der Steinheilkunde als klassischer Stein der Gelassenheit, Zuversicht und mentalen Stärke; der tiefblaue Edelstein hilft dabei, neue Vorhaben optimistisch und mit Freude anzugehen — Zweifel und Zögern treten in den Hintergrund, während Mut und Entschlossenheit wachsen; er hilft dabei, Stress, Ärger und Hektik gelassener zu begegnen und die eigene innere Balance zu bewahren. Er steht für die nötige Leichtigkeit und Zuversicht, um neue Vorhaben und Ideen optimistisch, mutig, schwungvoll und tatkräftig anzupacken — überholte, eingefahrene Gewohnheiten können erkannt und abgestreift werden, und gute Vorsätze beschwingt und mit Freude umgesetzt werden.
Zwänge, Abhängigkeiten und schädliche Muster loslassen
Eine besondere und charakteristische Eigenschaft des Dumortierits, die in der Literatur konsistent auftaucht, ist seine Zuordnung zu Sucht, Zwang und belastenden Verhaltensmustern. Da sich die Nerven beruhigen und das Vertrauen ins Leben gestärkt wird, soll Dumortierit therapiebegleitend bei Suchterkrankungen hilfreich sein. Dumortierit soll innere Abhängigkeiten lösen und darf deshalb im Übergang zwischen seelischer und körperlicher Ebene schon manche Erfolge bei der Abgewöhnung des Rauchens verzeichnen — er helfe, sich besser gegen Angriffe auf mentaler Ebene zu wehren, abzugrenzen und auch mal Nein sagen zu können. Er erleichtert das Erkennen und Auflösen zwanghafter Verhaltensmuster, reinigt den Seelenmüll und verhindert Selbstmitleid.
Mentale Klarheit, Toleranz und Gerechtigkeitssinn
Dumortierit fördert Gerechtigkeitssinn und Verständnis für die Position des Gegenübers — er sieht stets das Gute im Menschen und kann über viele nervende, aber an sich unbedeutende Untugenden hinwegsehen; er schützt vor voreiligen Entscheidungen und schont Freundschaften, die von Meinungsverschiedenheiten belastet werden, da er tolerant und geduldig ist; gleichzeitig hilft er, neutral zu bleiben und sich nicht in zwischenmenschliche Konflikte hineinziehen zu lassen. Häufig ist ein Dumortierit auch in der Paartherapie zu finden, da er dabei helfen kann, den Fehlern des Partners mit größerem Gleichmut zu begegnen.